Letztes Update der Homepage 14 Mai 2012 © Licht der Stille
Herzlich Willkommen im Licht der Stille
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung:
Seite
10 Abschied von der Erde:
14 Ich bin der Baum des Lebens:
16 Meine lieben Menschen:
18 Auf dass Frieden und Ruhe in euch sei:
26 Was ist bedingungslose Liebe?:
31 Ich sah dem Tod ins Gesicht
38 Der Leuchtstab...
48 Die Schöpfung
59 Was nimmst du zur Zeit wahr?
61 Wer oder was ist Sam
67 Die Existenz einer neuen Erde...
82 Die Geometrie des Bewusstseins
87 Reprogrammierung
92 War das überhaupt ein Spiegel?
98 Jesus gab mir einen Brief
Das Buch der Liebe
„Fantasie ohne Zeit und Raum“
Es war warm, und ein kleines Licht liess mich erkennen, dass ein Mann mit blauem Samtgewand und rotem Samtumhang zu einem Bücherregal ging.
Der Mann war Jesus. Sein Haupt war umgeben mit feinem goldenem Licht.
Es schien so, als ob er mit seinem Antlitz das Bücherregal erstrahlen liess. Jesus nahm ein Buch, das in Leder gebunden war aus dem Regal und ging langsam eine Wendeltreppe hinauf, die zu einem weiteren Geschoss führte.
Ich war vielleicht nur in meinem Traum in diesem Raum.
Vielleicht sollte ich durch die Wahrnehmung meiner Sinne einen Teil meiner verborgenen Schätze wiederfinden. Es war Gottesführung.
Im selben Augenblick, als Jesus die Treppe empor kam, stand ich schon in einem Winkel des Raumes. In diesem Raum stand ein reich verzierter Schreibtisch. Eine Öllampe spendete weiches goldgelbes Licht.
Jesus legte das in Leder gebundene Buch auf den Schreibtisch.
Im selben Augenblick sah ich Jesus, der aus einem goldenen Kelch Rotwein in zwei Trinkpokale goss. Jesus blickte zu einer Wand des Raumes, und ein Lichtstrahl erhellte das Gemäuer. Aus dem Lichtstrahl kam ein Mann mit rotem Mantel und goldenem Umhang.
Er ging lächelnd auf Jesus zu. Sie sprachen kein Wort. Jesus deutete auf einen mit rotem Samt bezogenen Stuhl. Er reichte dem Mann einen Kelch und nickte freundlich.
Der Mann, dessen Gesicht ich nicht sehen konnte, trank aus dem goldenen Kelch und sah Jesus in die strahlenden Augen.
Jesus setzte sich auf einen mit Brokat bestickten Armlehnenstuhl, welcher mit blauem Samt bezogen war.
Er öffnete das Buch und schrieb noch ein paar Zeilen hinein.
Die Tinte schien aus reinem Gold zu sein. Das Buch strahlte aus sich heraus. Ein seltsam strahlendes Licht leuchtete aus dem Buch. Nachdem Jesus das Buch geschlossen hatte, nahm er die Lederlasche, die am unteren Einband befestigt war, und schob sie durch eine Schlaufe, die sich am oberen Einband des Buches befand. Das Buch wurde mit Siegelwachs fest verschlossen. Jesus nahm ein schweres Goldsiegel und drückte es in das heiße Wachs.
Ich war beeindruckt von der Stille und der Erhabenheit der Handlung, der ich beiwohnen durfte. Mir war es so, als hätte ich auf einem Platz, der nicht für meine Augen bestimmt war, zugesehen. Ist es ein Traum oder eine Wirklichkeit, die ich mir wünschte, - so schoss es durch meinen Geist.
Ich hielt inne und beobachtete, was weiter geschah.
Jesus stand von seinem Stuhl auf und gab dem Mann, der aus dem Licht kam, das versiegelte Buch in die Hand. Die Wand, aus der der Mann gekommen war, öffnete sich, so dass ich vom Licht geblendet kurz die Augen schloss.
Der Mann verschwand im Licht der Wand, so wie er gekommen war.
Ich schloss in Gedanken die Augen und lag plötzlich im weichen Gras.
Es war ein warmer Sommertag, und der Wald leuchtete im Abendrot. Ich ging die endlosen Wege, die nirgends ihr Ziel zu finden scheinen. Alles, was ich im Herzen trug, war die Gewissheit, dass alles seinen Sinn hat. Wo immer ich mich hin begab, ich wurde göttlich geführt.
Ich war ein Wanderer und hatte nur das am Leib, was ich mein Eigen nannte. In meinem Lederbeutel, den ich um die Schulter trug, bewahrte ich meine Habe. Ich lebte im Felsengestein nahe am Waldesrand, wo Gott das Grüne mit dem Stein verband.
Ich befand mich in einer Höhle, von Kristallgestein gemacht.
Die Wände waren leuchtend und strahlten in allen Farben aus sich heraus.
Ich nutzte die Kraft des Windes, des Feuers, des Wassers und die der Erde.
Ich lebte von dem, was Gott mir gab. So lebte ich in der Verbundenheit mit der Natur. Der Wald gab mir reichlich Nahrung und Holz für Wärme an kalten Tagen.
Zu den Menschen ging ich selten, bis zu dieser Nacht war ich einsam und fühlte mich auf Erden alleine. Ich war mir meiner nicht bewusst. Vor langer Zeit ging ich in das Dorf zum Arbeiten und lebte im Hause meines Meisters.
Ich lernte viel, jedoch Menschen haben sich in der Zeit verloren.
Ich ging durch so manches tiefe Tal und auch auf so manchen hohen Berg.
Doch das, was ich suchte, habe ich nun in mir gefunden.
Ich lag am nächtlichen Feuer und hatte mich gerade zur Ruhe begeben, als plötzlich eine Engelsgestalt mit goldenem Haar in meiner Höhle stand.
Ich fragte mich, ob mich meine Sinne täuschten. Ich schlug die Augen zweimal auf und zu und fragte: „Wer bist du, woher kommst du?“ „Ich bin das Wesen, das du in deinem Herzen trägst. Ich wurde von Jesus gesandt.“ „Du trägst ein strahlendes Gewand und goldene Schuhe. Wer bin ich - dass du Engelswesen zu mir kommst?“
„Du erinnerst dich: Ich kam aus der Wand. Ich gebe dir das Buch, das dich mit mir verband.“ Am Einband sah ich, dass es das Buch war, das Jesus mit einem Siegel verschlossen hatte. „Du legtest es auf einen Stein, der silbergold zu leuchten begann.“
Das Engelswesen deutete auf mich und sagte: „Das ist für dich.“
Ich ging zu dem leuchtenden Stein und las, was auf dem Buch in Gold geschrieben stand:
Das Buch der Liebe
„Fantasie ohne Zeit und Raum“
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